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Ein Urgestein unter den Brandbekämpfern verabschiedet sich aus Reihe eins

Fast 50 Jahre bei der Feuerwehr: Piums langjähriger Löschzugführer Wilhelm Wesselmann absolvierte am Sonntag seinen letzten Dienst.  Dafür rotierte nicht nur abermals das Blaulicht, als er von den Kameraden abgeholt wurde. Zum letzten Mal teilte er auch die Übungs-Einheiten ein

 
Borgholzhausen. „Mach da bloß nichts Großes draus“, gibt Wilhelm Wesselmann dem Berichterstatter noch mit auf den Weg, bevor er selbst zur Übung ausrückt. Schließlich sei sein Ausscheiden aus dem aktiven Dienst der Feuerwehr nur ein alltägliches Ereignis, eines wie bei jedem anderen Feuerwehrmann auch. 
Abschied nach 49 Dienstjahren: Wilhelm Wesselmann (rechts) wurde nicht nur von Jens Eickmeyer verabschiedet.
FOTO: ALEXANDER HEIM

Erfolgreich für den Abschied erst mit  67 Jahren eingesetzt

»FeuerwEhrensache« lautet das Motto des Projektes, in das sich Wilhelm Wesselmann mit eingebracht hat und das nicht zuletzt dazu dient, die Dienstfähigkeit der Wehren auch während des Tages aufrechtzuerhalten. „Zusammen mit Manfred Dröge war ich bei der Sitzung im NRW-Innenministerium“, blickt er zurück. Später traf sich die AG zur »Förderung des Ehrenamtes« überwiegend in Dortmund.
Die veränderte Laufbahn-Verordnung war nur eines der Ergebnisse. Auch die ersten Kinder-Feuerwehren wurden etabliert. Zudem gründete sich eine Gruppe »Frauen in der Feuerwehr«.

Die Verlängerung der Dienstzeitgrenze auf zunächst 63, später sogar auf 67 Jahre hat Wilhelm Wesselmann auch selbst gerne in Anspruch genommen.

Dass er ungern aus der Einsatzabteilung aussteigt, daraus macht er keinen Hehl. „Es ist ein Tag wie jeder andere. Im Personalausweis steht’s halt so“, spielt er den Vorgang herunter. Wie es ihm damit geht? „Da muss ich erst 14 Tage verstreichen lassen“, gesteht der Brandoberinspektor, dessen größter Einsatz wohl der Brand der Lebkuchenfabrik Schulze war. „Ich bin ja nach wie vor im Beruf aktiv“, betont er.

Dass sich neben der Alters- und Ehren-Abteilung inzwischen auch eine offizielle Unterstützungsgruppe etabliert hat, könnte dafür sorgen, dass die Feuerwehr für ihn noch nicht ganz ad acta gelegt ist. „Ich will den Kontakt ja gerne halten. Wenn man mich fragt und ruft – dann komm ich auch“, unterstreicht er.

Am Sonntagmorgen fuhren nicht nur die Einsatzfahrzeuge am Vogelgitter vor, um den langjährigen Chef abzuholen. Wilhelm Wesselmann durfte nun noch einmal selbst die Kommandos geben, bekam dafür flugs die gelbe Weste des Einsatzleiters übergestreift.

Drei Gruppen galt es beim einmal im Jahr stattfindenden »Familiendienst«, an dem auch die Ehefrauen und Kinder der Kameraden teilnehmen, einzuteilen. Und so war eine Gruppe mit der Rettung eines Arbeiters auf einem Gerüst an der Osningstraße beschäftigt, kümmerte sich eine weitere Gruppe um den Violenbach am Lohkamp in Barnhausen und hatten die Jüngsten viel Spaß mit Strahlrohr und Feuerhäuschen am Gerätehaus.

 

Quelle: Haller Kreisblatt